Das Terrenhof Team

Neue Sozialformen seit 1989
 
In den Jahren 1989/90 stand der Terrenhof bedingt durch eine Realteilung vor einer schwierigen Situation. In dieser Phase bildete sich ein Kreis von Menschen, denen es ein Anliegen war, dass auf dem Terrenhof biologisch-dynamische Landwirtschaft betrieben wird. Nicht nur die Landwirtschaft als solches, sondern auch die Verbreitung eines pflegenden und schützenden Umgangs mit der Natur, die Weiterbildung junger Menschen und die Verbreitung der Grundlagen des biologisch-dynamischen Landbaus waren die Anliegen. Gleichfalls sollte die Langfristigkeit der Bewirtschaftung des Hofes sichergestellt werden.
Dieser Personenkreis gründete den Verein für Landwirtschaft und kulturelle Entwicklung, dem es mit Hilfe der Gemeinnützigen Treuhandstelle in Bochum und der Mercurius Finanzierungskooperative in Gent sowie der Kooperation eines der Alteigentümer gelang, die Gebaude mit einem kleinen Bering käuflich zu erwerben. Dieser Verein verwaltet die Hofstelle und stellt sicher, dass sie biologisch-dynamisch bewirtschaftet wird. Der Hof ist verpachtet an die jetzigen Bewirtschafter.
Die Betriebsgemeinschaft Terrenhof bewirtschaftet den ca. 24ha großen Betrieb als Genossenschaft von zur Zeit 7 Mitgliedern, von denen 2 verantwortlich für den Gesamtbetrieb, 3 weitere als Mitarbeiter tätig sind. Die Genossenschaft ist offen für Personen, die sich mit dem biologisch-dynamischen Landbau verbinden wollen. Die Genossenschaftsstruktur macht es möglich, dass auch Personen ohne größeres Privatvermögen biologisch-dynamische Landwirtschaft betreiben können, gefragt sind Idealismus, Engagement und Fähigkeiten.
Die Betriebsgemeinschaft Terrenhof ist wirtschaftlich eigenständig, dem Verein als Eigentümer der Hofstelle nicht wirtschaftlich rechenschaftspflichtig und verantwortlich für die Existenzfähigkeit des Betriebes.
Der Verein für Landwirtschaft und kulturelle Entwicklung sichert die Langfristigkeit der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung durch Kommunikation und regen Gedankenaustausch mit den Bewirtschaftern sowie Mitspracherecht in der Nachfolgefrage oder einer möglichen Neuverpachtung.